Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste,
ich freue mich sehr, Sie heute hier zum Neujahrsempfang der Stadt Oberwesel begrüßen zu dürfen und danke Ihnen herzlich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, gemeinsam mit mir in das neue Jahr zu starten.
Ein erster Dank gilt Lukas Stollhof für die gelungene Einstimmung in den späten Nachmittag.
Ein ganz herzlicher Dank geht zu Beginn an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Tourist-Info und unseres Bauhofs – Sie sorgen im Hintergrund dafür, dass unser Alltag funktioniert.
Besonders möchte ich heute zwei Kolleginnen und Kollegen nennen:
Nach vielen Jahren im Dienst ist Herr Peter Schmitz im vergangenen Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Und auch unsere geschätzte Gaby Loch hat am vergangenen Donnerstag ihren letzten Arbeitstag bei uns gehabt.
Danke für Eure Arbeit und Unterstützung. Wir wünschen beiden für die Zukunft alles Gute.
Das vergangene Jahr war für Oberwesel ein intensives Jahr voller Herausforderungen und Fortschritte.
Ein Schwerpunkt war erneut der Glasfaserausbau. Der Ausbau des schnellen Internets schreitet voran und viele Bereiche der Stadt sowie der Stadtteile werden inzwischen an das zukunftsfähige Netz angeschlossen. Dieser Ausbau war – wie Sie alle wissen – nicht ohne Einschränkungen in unserem gewachsenen Stadtbild zu realisieren, gerade in den engen Gassen. Danke an alle Anwohnerinnen und Anwohner für Ihr Verständnis und Ihre Geduld – das ist ein wichtiger Beitrag für die digitale Zukunft Oberwesels.
Im Süden der Stadt gehen wir nun in die nächsten Bauabschnitte – unter anderem in der Mainzer Straße, im Rhinelanderweg und bald auch in der Liebfrauenstraße. Auch hier werden wir um Vollsperrungen nicht herumkommen. Und im Bereich um den Marktplatz stellen wir uns der Herausforderung, das Kopfsteinpflaster fachgerecht wiederherzustellen – eine besondere Aufgabe in unserer historischen Stadt. In Summe dauert alles länger als ursprünglich geplant, aber ich bin zuversichtlich, Ihnen im kommenden Jahr hier positive Abschlussberichte geben zu können.
Auch die Baustelle am Heumarkt macht Fortschritte – auch wenn mit jedem Baggerloch neue Herausforderungen auftauchten. Die Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein und wir gewinnen damit auf jeden Fall eine attraktivere innerstädtische Straße, die unser Stadtbild verschönert.
Die Chablis-Straße erforderte ebenfalls Geduld – viele alte Leitungen und Kabel mussten neu verlegt werden, aber auch hier ist das Ende in Sicht.
Und – man glaubt es kaum – wir haben es geschafft, eine Ampel über eine Bundesstraße zu bekommen, ohne große Baustelle! Sie wissen, wie wichtig Verkehrssicherheit in unserer Stadt ist. Obwohl der Grund für diese Ampel skurril war.
Ein weiteres bedeutendes Projekt ist die Generalsanierung unseres Kindergartens – mit rund 1,1 Millionen Euro Umbaukosten liegen wir derzeit sogar unter den geplanten Kosten, was bei öffentlichen Bauprojekten keine Selbstverständlichkeit ist. Dafür ein großes Dankeschön allen Beteiligten und ganz besonders an die Erzieherinnen, die diesen Umbau im laufenden Betrieb mit großem Einsatz mittragen und auch ertragen! Bald ist es fertig!
Nicht nur im Straßen- und Infrastrukturbereich ging es voran – auch im Gesundheitswesen tut sich viel. Unser Gesundheitscampus ist längst mehr als nur ein Zukunftsprojekt: ambulante Operationen laufen wieder, neue Fachrichtungen sind dort vertreten und die Kooperationen mit Ärzten, der Tagesklinik und weiteren Partnern funktionieren sehr gut.
2025 wurde der Campus sogar mit dem Award der AOK „Stadt.Land.Gesund.“ ausgezeichnet – ein Zeichen dafür, dass Oberwesel mit seinen innovativen Versorgungsangeboten über die Region hinaus wahrgenommen wird. Die Entwicklung ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Berichte aus dem ganzen Land zeigen, dass Klinikschließungen auch deutlich schlechter abgewickelt werden können.
Wir heißen an dieser Stelle daher auch die neue Chefärztin, Frau Dr. Alfter, herzlich willkommen – sie hat sich bereits gut eingelebt und sagt selbst, dass sie ihren Arbeitsplatz als Traumjob empfindet. Herzlich willkommen in Oberwesel und danke auch an den Geschäftsführer der Tagesklink Marcel Wiesendt und des Campus, Herrn Michael Brahm, für euren täglichen Einsatz.
Aber nicht nur am Campus haben wir Fortschritte gemacht – auch in der Versorgungssicherheit für Kinder. Ich bin sehr froh, dass sich unser Kinderarzt Dr. Onckels dazu entschieden hat, noch ein paar Tage weiterzumachen und seit Ende 2025 bei uns im Stadthaus in der schönsten Etage mit der besten Aussicht über die Stadt praktiziert.
Auch in unseren Stadtteilen hat sich viel getan:
– In Langscheid entstehen neue Familienhäuser in unserem Neubaugebiet und der Spielplatz wird bald an seinem neuen Standort zur Freude der Kinder umgesetzt.
– In Dellhofen sind wir bei der Neugestaltung des Kirchenumfeldes ein großes Stück vorangekommen – der Platz wird bald fertig gepflastert und anschließend der Pavillon errichtet.
– Und in Engehöll gibt es seit dem vergangenen Sommer endlich Handyempfang – ein scheinbar kleiner, für viele dort aber ein riesiger Fortschritt.
Der Blick nach vorne zeigt: Auch 2026 wird ein bewegtes und lebendiges Jahr für Oberwesel.
Die Planungen für den Umbau des Rheinufers wurden Ende letzten Jahres genehmigt, die europaweite Ausschreibung ist erfolgt und wird derzeit fachlich geprüft. Am 26. Januar – also nächste Woche – wird der Stadtrat den Auftrag vergeben. Ich bin guter Hoffnung, dass wir dann auch ganz schnell mit den Arbeiten beginnen können. Im offiziellen Plan steht der Fastnachtsdienstag. Sofern dann alle wieder nüchtern sind!
Parallel dazu wird der Landesbetrieb Mobilität die beiden Brücken zurückbauen – diese Arbeiten sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Als vorbereitende Maßnahme müssen leider auch einige Bäume weichen. Der Stadtrat hat dem zugestimmt, wohlwissend, dass am Ende deutlich mehr Bäume gepflanzt werden, als heute dort stehen. Umwelt- und Klimaschutz bleiben für uns ein wichtiges Thema.
Im September soll dann der Umbau der B9 durch den LBM starten. Der Baustart ist am nördlichen Ende hinter dem Ochsenturm vorgesehen. Uns allen ist bewusst, dass diese Maßnahme Einschränkungen mit sich bringen wird – aber sie ist ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit und eine langfristige Aufwertung des Stadtbildes.
Baustart soll auch am Jugendheim sein. Der Stadtrat hat den Planungsauftrag erteilt, und die Rückmeldungen der eingeladenen Vereine waren durchweg positiv. Einige der Ideen aus den Vereinen werden aktuell noch in die Planung integriert. Ich bin überzeugt, dass hier ein Ort entsteht, der von vielen Generationen gerne genutzt wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt im Ausblick auf das neue Jahr ist die Digitalisierung unserer Stadt. Ich hatte im vergangenen Jahr an dieser Stelle bereits gesagt, dass ich ein kleines bisschen Fan von Digitalisierung bin.
Mit großen Schritten haben wir die neue Stadt-App auf den Weg gebracht. Sie bündelt Informationen, die für Bürgerinnen, Bürger und Gäste gleichermaßen wichtig sind: aktuelle Veranstaltungen, Hinweise aus der Verwaltung und ganz praktisch auch die Möglichkeit, sich jederzeit anzeigen zu lassen, welche Gaststätten geöffnet haben. Kurze Wege, schnelle Informationen und ein direkter Draht zur Stadt – genau das ist das Ziel dieser App.
Und weil Digitalisierung nicht stehenbleibt, gehen wir hier bereits den nächsten Schritt:
Ganz neu testen wir derzeit – wie könnte es anders sein – eine KI-Anwendung. Die Stadt-App soll künftig um einen sogenannten Chatbot erweitert werden. In einer zusätzlichen Funktion kann man dann ganz unkompliziert seine Frage eingeben und erhält eine hoffentlich hilfreiche, verständliche Antwort – rund um die Uhr.
Der Bot befindet sich aktuell noch in einer Lern- und Testphase. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch hier bald zu einem guten Abschluss kommen und unseren Bürgerinnen und Bürgern ein weiteres modernes und serviceorientiertes Angebot machen können.
Digitalisierung soll kein Selbstzweck sein – sie soll den Alltag erleichtern. Und genau daran arbeiten wir.
Natürlich darf bei allem Bauen und Planen eines nicht fehlen: das Feiern und das Zusammenkommen.
Auch in diesem Jahr wird es wieder unseren Weinmarkt im September geben – verbunden mit dem großen Feuerwerk „Rhein in Flammen“. Das Motto ist wie jedes Jahr noch streng geheim. Aber ich bin überzeugt davon, dass am Ende wieder alle begeistert sein werden – Gäste wie Einheimische. Der Weinmarkt ist ein Aushängeschild unserer Stadt und ein wichtiger Treffpunkt für Jung und Alt.
Und wer sich eben beim hoffnungsvollen Bericht über den bevorstehenden Baubeginn am Rheinufer schon gefragt hat, wo während der Bauphase eigentlich der Pop-up-Stand und die Gastronomie vom „Väterchen Rhein“ untergebracht werden sollen, den kann ich beruhigen: Keine Panik.
Für beide haben wir Übergangslösungen auf dem Marktplatz gefunden. So bleibt das gastronomische Angebot erhalten – und ganz nebenbei beleben wir damit unseren Stadtmittelpunkt zusätzlich.
Ich bin sicher, dass der Marktplatz dadurch noch einmal ganz neu wahrgenommen wird.
Ganz besonders freut es mich, dass Oberwesel in diesem Jahr Gastgeber eines landesweiten Ereignisses sein wird.
Auf Initiative der Mittelrhein-Realschule plus haben wir uns bei der Staatskanzlei in Mainz um die Ausrichtung des rheinland-pfälzischen Ruandatags beworben. Und ich kann Ihnen heute ganz aktuell berichten: nach einer ersten Abstimmungsrunde mit den zuständigen Stellen in Mainz wurden wir für die Ausrichtung ausgewählt. Der Ruandatag findet daher am 22. August 2026 hier in Oberwesel statt.
Geplant ist ein vielfältiges Programm:
Ab dem Nachmittag werden auf dem Marktplatz Stände zum Thema eröffnen, es wird Shows auf einer Bühne geben, und – was mich besonders freut – auch hier im Kulturhaus werden Veranstaltungen stattfinden.
Ein herzliches Dankeschön geht an Patrick Muders von der Mittelrhein-Realschule plus für das große Engagement und die Initiative. Ebenso danke ich dem Kulturhaus Oberwesel für die Bereitschaft, diesen besonderen Tag gemeinsam mit der Stadt zu gestalten. Ich bin überzeugt davon, dass Oberwesel durch eine solch überregionale Veranstaltung an Bekanntheit gewinnt und der ein oder andere Gast, der noch nie hier war, die Stadt lieben lernt.
Als kleine Einstimmung auf dieses Thema möchte ich bereits heute auf eine Ausstellung in der Mittelrhein-Realschule plus am 21. Januar 2026 von 16 bis 18 Uhr hinweisen. Ein Besuch lohnt sich sicherlich!
Und im Mai feiern wir noch ein besonderes Ereignis. 65 Jahre Städtepartnerschaft Oberwesel und Chablis. Wir werden das in einer großen Abordnung der Stadt in Chablis feiern.
Und damit nicht genug: vom 8. bis 11. Oktober verwandeln sich Teile der Stadt in eine einzigartige Welt aus Licht, Farben und Klang. Dann findet erneut das „Rheinleuchten“ bei uns statt.
Liebe Gäste,
wenn wir auf all das blicken, was vor uns liegt, dann sehen wir: Das neue Jahr wird kein Jahr des Stillstands sein. Es wird ein Jahr der Bewegung, der Veränderung und des Miteinanders. Nicht alles wird immer einfach sein, nicht jede Entscheidung sofort bequem, nicht jede Baustelle willkommen. Aber jede dieser Herausforderungen dient einem größeren Ziel: der Zukunft unserer Stadt.
Oberwesel war schon immer eine Stadt, die von Zusammenhalt gelebt hat. Eine Stadt, in der man sich kennt, sich hilft, miteinander spricht – auch dann, wenn es unterschiedliche Meinungen gibt. Gerade in einer Zeit, in der die Weltlage oft unübersichtlich und beunruhigend erscheint, ist dieser Zusammenhalt ein unschätzbarer Wert.
Ich danke Ihnen allen, die diesen Weg mitgehen: den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Geduld, den Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz, den Vereinen, Institutionen, Unternehmen und Mitarbeitern, die tagtäglich Verantwortung übernehmen.
Lassen Sie uns das neue Jahr deshalb mit Zuversicht beginnen. Mit dem Vertrauen darauf, dass wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen treffen. Mit dem Mut, Neues zu wagen. Und mit dem festen Willen, Oberwesel auch weiterhin als lebenswerte, starke und herzliche Stadt zu gestalten.
Zum Abschluss darf ich noch die besonderen Gäste, die mittlerweile eingetroffen sind, auf die Bühne bitten. Die Sternsinger sind zu uns gekommen und wollen uns noch ihren Segen mit auf den Weg geben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026.
Ihr Jan Zimmer
Stadtbürgermeister


Vorzimmer des Stadtbürgermeisters
Frau Kathrin Boos
Rathausstraße 3
55430 Oberwesel
Telefon: 06744 1521
Fax: 06744 1540
E-Mail: stadt@oberwesel.de
Öffnungszeiten:
Di, Do + Fr 9 Uhr – 13 Uhr
Mo + Mi 14 Uhr -17 Uhr
Tel: 06744 710624
Fax: 06744 1540
E-Mail: info@oberwesel.de
Öffnungszeiten:
Mo–Do 9 Uhr –13 Uhr
und 14 Uhr – 17 Uhr
Fr 9 Uhr –13 Uhr
Sa+So geschlossen
| Cookie | Dauer | Beschreibung |
|---|---|---|
| cookielawinfo-checkbox-necessary | 11 Monate | Dieses Cookie wird vom GDPR Cookie Consent Plugin gesetzt. Das Cookie wird verwendet, um die Zustimmung des Nutzers für die Cookies der Kategorie "Notwendig" zu speichern. |
| CookieLawInfoConsent | 11 Monate | Dieses Cookie wird vom GDPR Cookie Consent Plugin gesetzt. Die Cookies werden verwendet, um die Cookie-Informationen anzuzeigen und die Einstellungen des Nutzers zu speichern. |
| viewed_cookie_policy | 11 Monate | Das Cookie wird vom GDPR Cookie Consent Plugin gesetzt und wird verwendet, um zu speichern, ob der Nutzer der Verwendung von Cookies zugestimmt hat oder nicht. Es speichert keine persönlichen Daten. |
| wp-wpml_current_language | 11 Monate | Diese Cookie wird vom Plugin WPML gesetzt. Es speichert die aktuelle Sprache. |
| Cookie | Dauer | Beschreibung |
|---|---|---|
| _ga | 2 jahre | Google Analytics identifiziert eindeutige Nutzer über GA-Sitzungen hinweg anhand der Client-ID. Die Kunden-ID wird im Google Analytics-Cookie gespeichert. Das GA-Cookie wird gesetzt, wenn eine Person Ihre Website zum ersten Mal besucht. Google Analytics sendet die Kunden-ID mit jedem Treffer, um die Treffer einem Nutzer zuzuordnen. |