Traumschleife Mittelrhein

    top hiking.square vector Wanderung
    15,87km5h 05min
    548m548m78m – 395m
    Aussichtsreichgeologische HighlightsGipfel-TourRundtourEinkehrmöglichkeitkulturell / historisch
    • St. Goar – Biebernheim – Spitzer Stein – Niederburg – Günderodehaus – Loreleyblick – St. Goar

      Das Obere Mittelrheintal ist als Weltkulturerbe durch die UNESCO geschützt. Der Rhein hat sich tief in die Schieferschichten hineingefressen und bildet seit altersher eine wichtige Verkehrsachse für die Binnenschiffahrt. Hier kamen im Mittelalter die angrenzenden Landeseigner auf die Idee, das man eventuell (Wasser)Wegezoll erheben könnte, was dazu führte, das alle paar Kilometer Zollburgen in den Hängen oder gar im Flussbett errichtet wurden. Dies prägt heute das romantische Bild der Burgenflusslandschaft.

      Eine besondere Stelle im Flusslauf stellt der Loreleyfelsen dar, der weit ins Flussbett vorspringt und die Schiffer um starke Flussbiegungen zwang, die durch im Fluss selbst liegende große Gesteinsbrocken noch zusätzlich erschwert wurde. Da Unfälle nicht ausblieben, entstand die Sage der schönen Loreley, die auf dem Felsen saß und ihr goldenes Haar kämmte. Betört durch den Anblick und ihren Gesang trieb es dann die Schiffer auf die Felsen. Clemens von Brentano machte diese Geschichte dann weithin berühmt.

      Die Traumschleife Mittelrhein gehört zum Wegesystem des Saar-Hunsrück-Steigs. Mittlerweile sind mehr als 110 dieser Schleifen eingerichtet. Sie sind überaus gut markiert und werden ständig gewartet. Die Mittelrheinschleife ist eine der längeren Touren und erfordert schon etwas Kondition. Zudem ist sie für heiße Sommertage nicht so gut geeignet, da sie viel über Wiesengelände führt. Dadurch ergeben sich unzählige weite Aussichten, allerdings wird man dann auch stark von der Sonne gebraten.

      Autorentipp:
      Ein paar Meter abseits des Weges lädt das Günderodehaus an den Wochenenden zur Einkehr (geöffnet Freitag bis Sonntag), die Weinstube in der ehemaligen Filmkulisse bietet eine größere Auswahl an gereiften Tropfen und einige kleine Gerichte. Besonders bei gutem Wetter sitzt man auf der Terasse mit weitem Blick oberhalb von Oberwesel ins Rheintal hinab.
      Autor:
      Der ÖPNV-Wanderer
      2026-01-05T02:15:10
      • Schwierigkeit
        2
      • Technik
      • Kondition
        4
      • Erlebnis
        5
      • Landschaft
        6
      • Höchster Punkt
        395 m
      • Tiefster Punkt
        78 m
      • Beste Jahreszeit
        JAN FEB MÄR APR MAI JUN JUL AUG SEP OKT NOV DEZ
      Wegearten
      Asphalt: 1,1 km
      Schotterweg: 1,0 km
      Naturweg: 9,5 km
      Pfad: 4,2 km
      Straße: 0,1 km
      Unbekannt: 0,0 km

      Sicherheitshinweise

      Auf der Tour werden einige kleine Kreisstraße gequert, durch die bucklige Landschaft ist die Sicht nicht immer besonders weit.

      Im Bereich am Spitzen Stein befindet sich eine kleine zu überquerende felsige Stelle mit Schiefergestein.

      Weitere Infos und Links
    • Start
      St. Goar Bahnhof
      Ziel
      St. Goar Bahnhof
      Wegbeschreibung

      Wir treten aus dem Bahnhofsgebäude hinaus, gehen nach links und beim nächsten Haus bereits nochmals links. Wir finden dort einen Durchgang unter den Bahngleisen hindurch, an dessen Ende eine lange Treppe beginnt, die zu einer Ruine hinaufführt. Kurz vor dieser queren wir den Lohbach, der hier einen Wasserfall hinunterfällt. Oberhalb der Ruine setzt sich die Treppe im Bachtal fort und wir kommen zu einem Wegweiser. Hier treffen wir nun auf die violette SH-Markierung der Traumschleife und gehen weiter geradeaus die Treppe hinauf. Diese führt uns stets dem kleinen Bach folgend nach Biebernheim hinauf.

      Beim Gasthaus Linde biegen wir links ab und die Markierung führt uns an der Evangelischen Kirche vorbei um ein paar Ecken durch den Ort. In der Straße In der Hohl zweigt unser Weg dann links der Straße in einen Grasweg ab, der gerade den Hügel hinaufführt. Am Ende der Bebauung biegen wir links ab und kurz darauf wieder rechts und steuern auf den kleinen bewaldeten Gipfel zu. Dort oben finden wir neben einer Grillhütte auch eine Unterstandshütte mit Bank und den metallenen Quetschehannes.

      Wir halten auf den benachbarten Ferienhof mit Wohnmobilstellplatz zu, biegen vor dem Hof jedoch links ab und durchqueren den bewaldeten Graben des Seelenbachs. Jenseits des Bachgrabens kommen wir am Rand des kleinen Wäldchens an eine Kreuzung, biegen scharf rechts ab und stehen nach wenigen Metern an einer kleinen Kreisstraße. Wir queren diese, ein Brett hilft über den Straßengraben. Es folgt ein Wegstück durch Äcker, unser Weg macht dazwischen einen Links-Rechts-Schwenk und führt uns zum Waldrand hinauf. Dort geht es rechts am Wald entlang zur Thiergartenhütte, wo in Zeiten der Grafen von Katzenellnbogen ein Tiergehege zur Jagd angelegt war.

      Direkt an der Hütte tauchen wir scharf links in den Wald ein. Der Waldweg bringt uns stetig weiter aufwärts und wir queren abermals eine Kreisstraße. Kurz nach dieser taucht über uns der neue stählerne Aussichtsturm am Spitzen Stein auf. Daneben finden wir auch eine Rasthütte. Hier ist eigentlich der offizielle Einstieg in die Traumschleife, sodaß hier die Kilometrierung beginnt und 200 m entfernt ein Wanderparkplatz zu finden ist. Hier oben haben wir auch den höchsten Punkt unserer Runde erreicht.

      Wir folgen weiter unserer Markierung in einen kleinen Pfad, der neben der Felsformation Spitzer Stein vorbei zu einem kleinen Türmchen führt, dem Rest einer aus napoleonischen Zeiten stammenden optischen Telegraphenstation. Der dem ursprünglichen Zeigertelegraphen nachempfundene Anzeiger ist jetzt auf dem Aussichtsturm als Schmuck angebracht. Direkt nach dem Türmchen überqueren wir einen kleinen Felsriegel und folgen dem kleinen Pfad abwärts in Richtung Niederburg. Wir kommen wieder an der Waldrand und gehen auf einem Grasweg am Rand einer Wiese weiter. Kurz vor dem Ort zweigen wir an einem Asphaltsträßchen links und und kommen nach wenigen Metern zum Alten Pumpenhaus, wo ebenfalls ein kleiner Rastplatz eingerichtet ist. Unterhalb davon finden wir eine Kneippanlage.

      Hinter dem Becken gehen wir rechts entlang des Lützelbachs weiter, der Weg führt uns an Niederburg vorbei. Bei einer Ansammlung von Glascontainern queren wir eine kleine Asphaltstraße und gehen gegenüber schräg links weiter. Der Weg führt uns dann abermals an eine Kreisstraße. Wir gehen jedoch vor dieser dann links wieder aufwärts und kommen in heideartiges Gelände. Auf der Höhe umrunden wir einen kleinen Waldriegel nach rechts und umgehen in mehreren Kurven wieder einige Äcker, ehe wir bei einem Weidezaun eines Hirschgeheges links abbiegen. An der nächsten Kreuzung sehen wir geradeaus ein Gehöft, unser Weg führt etwas unauffällig schräg rechts in einen kleinen Pfad die Böschung hinauf. Nach einem kleinen Waldstück erreichen wir eine weitere Grillhütte mit Bänken auf dem Klüppelberg.

      Hier gehen wir nun links weiter und berühren kurz danach die Oberweseler Weinberge mit weitem Blick über den Ort mit der Schönburg. Im Hintergrund am Rhein ist Kaub mit Burg Gutenfels und dem Pfalzgrafenstein im Rhein zu sehen. Bis St. Goar folgt unser Weg nun dem Rheinlauf, was uns zu unzähligen Aussichtspunkten auf den Fluss, die Felsen und die Burgen führt. Zuerst geht es durch einen Waldstreifen weiter und wir kommen an eine Kreuzung mit Schildern. Rechts bietet sich der Abstecher zum Günderodehaus an, welches nur etwa 100 m entfernt ist. Das Haus wurde für Dreharbeiten zur Edgar-Reitz-Produktion „Heimat 3“ mithilfe eines aus der Nähe stammenden abgebauten und eingelagerten Fachwerkhauses Anfang der 2000er Jahre als Kulisse erstellt und sollte nach den Dreharbeiten wieder abgetragen werden. Dies geschah jedoch nicht und es wurde zur gastronomischen Nutzung freigegeben, was uns heute zu einer aussichtsreichen Einkehrpause in der dortigen Weinstube verhilft.

      Wir steigen wieder zum Wanderweg hinauf und gehen rechts weiter. Es schließt sich nun der Trollweg an, zahlreiche aus Schrotteilen gefertigte Figuren säumen unseren Weg, bis wir wieder eine Kreisstraße erreichen. Etwas unterhalb gegenüber setzt sich unser Weg fort, an der direkt folgenden Verzweigung gehen wir den rechten Weg hinein und finden auf der Wiese mehrere Kunstwerke. Nach einigen Metern biegt die Markierung links über die Brachwiese zu einem Bachgraben ab und quert ihn. Auf der anderen Seite geht es rechts weiter, an den nächsten Verzweigungen geht es einmal rechts und einmal links weiter, sodaß wir wieder auf einer Wiese mit weiteren Kunstwerken landen. Bei der BUGA-Blume gehen wir links den Hang hinauf und an Figur 1 vorbei. Bei der Sesselliftsitzbank bleiben wir rechts und gehen weiter aufwärts, bis wir an einer Mehrfachverzweigung ankommen, wo links ein kleiner Marienschrein steht.

      Hier gehen wir rechts weiter und der Weg führt uns zu einem Wildtor mit nebenliegender Tür (bitte schließen nach Durchgang). Wir queren hier einen eingezäunten Weinberg, an seinem Ende passieren wir ein weiteres Tor. Direkt dahinter führt rechts ein schmales Pfädchen direkt abwärts und biegt unten links um zum Büttenplatz mit Aussichtshütte und Bänken. Ein kleiner Fahrweg bringt uns wieder nach oben, an der Kreuzung gehen wir rechts weiter und in der Wegkehre bleiben wir geradeaus. Unser Weg führt weiter durch Wiesen- und Waldrand und quert einen weiteren Bachgraben. Ein Stück danach erreichen wir nacheinander die Aussichtspunkte Urbarer Aussichten und den Loreleyblick Maria Ruh, wobei wir bei letzterem ein Denkmal zum Loreleylied finden. Unweit ist auch als zweite Einkehrmöglichkeit das gleichnamige Restaurant zu finden.

      Wir bleiben nun im Hangwald und gehen in Serpentinen abwärts in den Graben des Galgenbachs, den wir bei einem kleinen Wasserfall queren. Kurz danach besteht an einem Wegweiser die Möglichkeit des Abstiegs zum Rheinufer, um dort bis St. Goar zurückzugehen. Unsere Markierung führt nun aber wieder nach oben recht anstrengend über einige Holzstufen bis wir am Galgenplatz auf eine Sitzbank treffen. Zuerst eben weiter, dann durchquert unser Pfad abermals den Seelenbach, den wir bereits am Anfang der Tour gequert haben. Nach dem Ausstieg aus dem Graben finden wir uns wieder am Feldrand wieder, weitere Aussichtsplattformen zur Loreley und direkt gegenüber Burg Katz folgen.

      Bei einem weiteren Wegweiser biegen wir rechts ab, kommen zum Wackenbergpavillon und gehen im Hang in Serpentinen abwärts in den Graben des Lohbachs. Dort treffen wir wieder auf unsere Treppe vom Hinweg, biegen scharf rechts ab und gehen die zahlreichen Stufen an der Turmruine vorbei zurück hinab nach St. Goar zum Bahnhof.

    • Öffentliche Verkehrsmittel

      mit RB26 Mainz-Köln bis St. Goar

      die Expresszüge RE2/RE17 halten an der Haltestelle nicht

      teilweise fährt ein Bus von der Haltestelle bei der Fähre nach Oberwesel, wo Anschluss an die Expresszüge besteht

      Anfahrt über die B9 entlang der linken Rheinseite nach St. Goar, gegenüber vom Feuerwehrgerätehaus links in die Oberstraße
      Parken Parkplätze an der Bahnlinie in der Oberstraße, weitere Parkplätze entlang der B9 am Rhein
    • Ausrüstung gutes Schuhwerk
    Feedback
    Feedback
    Ist Ihnen etwas in Oberwesel aufgefallen? Wir freuen uns über Ihr Feedback!
    Weiter
    Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, wenn Sie möchten, dass wir Sie bezüglich Ihres Feedbacks kontaktieren.
    Zurück
    Absenden
    Danke für Ihr Feedback!